Bäume für das Klima

© Andreas Krefft

Rund um die Welt brennen Wälder. Allein gelassen von ihren Regierungen legen Kleinbauern Brände und roden so die Bäume, um auf den freien Flächen Gras für ihre Rinder anzusäen. Doch gerade während der Trockenzeit geraten die Feuer leicht außer Kontrolle. Und damit verschwinden immer mehr Regenwälder, die so wichtig sind für unser Klima, denn nur ein einziger ausgewachsener Baum bindet an einem Tag ca. 15 kg CO₂ und produziert dabei 10 – 13 kg Sauerstoff.

Großen Respekt verdient ein inzwischen erwachsener junger Mann mit dem Namen Felix Finkbeiner, der einen Plan zur Wiederaufforstung entwickelte. Er gründete im Februar 2007 als damals neunjähriger Junge die Stiftung „plant-for-the-planet (Pflanzt für den Planeten!). Unterstützung erfuhr er dabei von seinem Vater Frithjof Finkbeiner. Am Ende eines Referates zum Thema Klimawandel entwickelte der Junge die Vorstellung, dass Kinder in jedem Land eine Million Bäume pflanzen könnten. An seiner Schule wurde 2007 der erste Baum gepflanzt und entsprechende Flyer an Schulen in Deutschland verschickt, die ihre Wirkung nicht verfehlten und viele Nachahmer fanden.

Mit Pfr. Krefft als Ideengeber haben wir Ruandafreunde nun einen neuen Traum:

Wäre es nicht wunderbar, wenn auch wir in unseren Gemeinden zu solchen Botschaftern für Klimagerechtigkeit werden, nach der Devise: „Stop talking. Start planting“ (Hört auf zu reden. Beginnt zu pflanzen)? Damit können wir in Kürze beginnen.  Wir würden auch gerne in Ruanda und Burundi Bäume pflanzen, dort jedoch ausschließlich Obstbäume. Die Flächen dafür stehen im Eigentum von kirchlichen Einrichtungen.

Mit der Umsetzung eines solchen Vorhabens könnten gleich mehrere Ziele erreicht werden:

1. Verbesserung des Klimas

2. Auf Anleitung hin könnte mit den Früchten Vieles produziert werden, zur Selbstversorgung und teilweise auch zur Vermarktung: Säfte, Marmeladen, Obstmus, Backwaren, Einkochen und Haltbarmachen von Früchten.

3. Obstbäume ziehen Bienen an. Imker könnten für Honig sorgen.

4. Was dabei einen wunderbaren Nebeneffekt brächte: eine ganze Reihe von Arbeitsplätzen würden geschaffen, schon beim Pflanzen, Pflegen und Ernten, aber vor allem danach bei der Verarbeitung der Früchte.

5. Wieder ein ganz gezieltes Projekt der HILFE zur SELBSTHILFE !!!

Das Kaufen und Setzen eines 2,5 m hohen Fruchtbaumes kostet in Rhön-Grabfeld 100 Euro. In Ruanda sind die Bäume billiger, aber auch kleiner. Was hier jedoch dazu käme, wäre zum einen die Anlage einer Baumschule (in Kibeho) und die Bepflanzung, zum anderen die Bewässerung (Bau von Zisternen oder Solarpumpen) sowie eine Umzäunung für die Obstplantagen. Ein weiterer Kostenfaktor ist die Ausbildung des Personals. Doch trotz dieser zusätzlichen Aufwendungen könnten in Ruanda für 100 Euro sogar 13 Bäume gepflanzt werden.

Unsere Reisegruppe durfte auch in diesem Jahr wieder erleben, wie dankbar und glücklich die Kinder und ihre Familien für jegliche Hilfe sind. Wenn sie erst einmal festgestellt haben, was man mit den Früchten eines Obstbaumes alles herstellen kann, werden sie sich auch darüber mit Sicherheit sehr freuen.Sollten Sie dieses Vorhaben unterstützen wollen, überweisen Sie bitte Ihre Spende auf folgendes Konto bei der Sparkasse Bad Neustadt:
Empfänger: Dekanat Bad Neustadt
IBAN: DE15 7935 3090 0011 0130 26 BIC: BYLADEM1NES
Kennwort „Obstbaum für Ruanda“

Die ersten Bäume werden gepflanzt

In Burundi wurden die ersten 1500 Avocadobäume gekauft. Sie werden nun auf einer Fläche von 5 Hektar angepflanzt.

In Makebuko in Burundi werden die Obstbäume gepflanzt.